25th Hour

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Spike Lee
Besetzung: Edward Norton (Monty Brogan), Philip Seymour Hoffman (Jacob Elinsky), Barry Pepper (Francis Slaughtery), Rosario Dawson (Naturelle Riviera), Anna Paquin (Mary D'Annuni), Brian Cox (James Brogan), Tony Siragusa (Kostya Novottny), Vanessa Ferlito (Lindsay Jamison)
Produktion: Tobey Maguire, Spike Lee, Jon Kilik, Julia Chasman
Drehbuch: David Benioff
Buchvorlage: David Benioff
Filmmusik: Terence Blanchard
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Barry Alexander Brown
Story:
Der New Yorker Drogendealer Monty Brogan wurde von der Polizei überführt und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Bevor er seine Gefängnisstrafe antreten muss, bleibt ihm noch ein letzter Tag in Freiheit. Diese Stunden verbringt er mit seiner Freundin Naturelle sowie seinen langjährigen Freunden, dem erfolgreichen Börsenmakler Francis und dem zurückhaltenden Lehrer Jakob. Während die Freunde gemeinsam durch das nächtliche New York ziehen, rückt der Zeitpunkt von Montys Haftantritt immer näher. Monty beginnt, sein bisheriges Leben, seine Beziehungen und die Entscheidungen, die ihn in diese Situation gebracht haben, zu hinterfragen. Zugleich wächst seine Angst vor dem, was ihn im Gefängnis erwartet. Aus dem vermeintlich letzten gemeinsamen Abend wird so eine zunehmend nachdenkliche und emotionale Auseinandersetzung mit Freundschaft, Schuld und den verpassten Möglichkeiten eines anderen Lebens.
Heimkino-Filmkritik:
„25 Stunden“ besitzt eine ganz melancholische Stimmung, ist großartig erzählt und wird von seinen drei Hauptdarstellern – allen voran Edward Norton – hervorragend gespielt. Schon die Einstiegsszene, in der der verwundete Hund gefunden wird, ist großartig. Zudem lässt sich „25 Stunden“ als einer der ersten großen Post-9/11-Filme bezeichnen. Die Geschichte spielt im New York des Jahres 2002 und besitzt zahlreiche Verweise auf die Ereignisse vom 11. September 2001. Bereits im Vorspann sind die Lichtsäulen als Mahnmal für die Anschläge auf das World Trade Center zu sehen. Die Wohnung eines der Protagonisten befindet sich in unmittelbarer Nähe des Ground Zero und gewährt ausführliche Blicke auf das zerstörte Areal. Auch Gedenkbilder für die getöteten Feuerwehrleute sind beiläufig zu sehen, während Bin Laden und die Terroranschläge in den Dialogen am Rande Erwähnung finden. Im Mittelpunkt steht dennoch das Schicksal von Monty, der kurz davorsteht, für sieben Jahre ins Gefängnis zu gehen. Er möchte sich von seinen Freunden verabschieden und zugleich herausfinden, wer ihn möglicherweise verraten hat. Intensiv und stimmungsvoll werden seine letzten 24 Stunden in Freiheit erzählt. Dabei überzeugt der Film durch eine glaubwürdige Charakterzeichnung und regt zum Nachdenken an. Und die 25. Stunde rückt unaufhaltsam näher …
Zusatzinfos:
Buchvorlage:
Der Film basiert auf dem im Jahr 2000 veröffentlichten Roman „The 25th Hour“ von David Benioff. Benioff adaptierte seinen eigenen Roman anschließend auch für das Drehbuch des Films. Hierfür ergänzte er unter anderem die zeitgeschichtlichen Verweise auf Osama bin Laden und die Anschläge vom 11. September.
Irreführender deutscher Titel:
Der deutsche Titel ist jedoch etwas irreführend: Der Originaltitel „25th Hour“ bedeutet nicht „25 Stunden“, sondern „Die 25. Stunde“. Gemeint ist damit die Stunde nach Montys letzten 24 Stunden in Freiheit – der Zeitpunkt, an dem er seine siebenjährige Haftstrafe antreten muss. Auf genau diese „25. Stunde“ arbeitet die Geschichte erzählerisch hin. Insofern wäre „Die 25. Stunde“ die treffendere deutsche Übersetzung.
Ein vergleichsweise kleiner Film:
Das Produktionsbudget betrug lediglich rund 5 Millionen US-Dollar. Weltweit spielte der Film im Kino knapp 24 Millionen US-Dollar ein, davon gut 13 Millionen alleine in Nordamerika.
Die Rolle von Tobey Maguire:
Tobey Maguire war ursprünglich eng mit dem Projekt verbunden. Er erwarb die Rechte an Benioffs Roman und hatte zunächst vor, Monty selbst zu spielen. Schließlich entschied er sich jedoch für „Spider-Man„, blieb „25 Stunden“ aber als Produzent erhalten. Die Hauptrolle ging dann an Edward Norton.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
Naturelle Riviera: „Das ist unser letzter Abend.“
Monty Brogan: „Nein, nein, das ist nicht unser letzter Abend. MEIN letzter Abend. Nicht dein letzter Abend, du hast noch reichlich vor dir!“
Naturelle Riviera: „Dein und mein ergibt unser! Das ist unser letzter Abend!“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Trailer
Soundtrack
Zugeordnete Themen
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Bewertung
Action: ★★☆☆☆
Anspruch: ★★★★☆
Erotik: ★☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ★☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
78,78 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
86,02 %
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