Trainspotting

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Danny Boyle
Besetzung: Ewan McGregor (Mark Renton), Ewen Bremner (Spud), Robert Carlyle (Begbie), Jonny Lee Miller (Sick Boy), Kevin McKidd (Tommy), Kelly Macdonald (Diane), Peter Mullan (Swanney), James Cosmo (Mr. Renton), Irvine Welsh (Mikey Forrester)
Produktion: Andrew MacDonald
Drehbuch: John Hodge
Buchvorlage: Irvine Welsh
Filmmusik: Damon Albarn
Kamera: Brian Tufano
Schnitt: Masahiro Hirakubo
Story:
Mark Renton lebt mit seinen Freunden Spud, Sick Boy und Tommy in Edinburgh und hat sich weitgehend von einem geregelten Leben verabschiedet. Vor allem Heroin bestimmt seinen Alltag und den seiner Clique, während der aggressive Begbie zwar keine Drogen nimmt, dafür aber regelmäßig durch Alkohol und Gewalt auffällt. Zwischen Rausch, Beschaffungskriminalität und gescheiterten Versuchen, von den Drogen loszukommen, werden die Konsequenzen ihres Lebensstils zunehmend ernster. Nachdem Renton erneut mit dem Gesetz in Konflikt gerät und auch ein Methadonprogramm keinen dauerhaften Erfolg bringt, versucht er schließlich, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Er zieht nach London, findet Arbeit und beginnt, sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch seine alten Freunde und die gemeinsame Vergangenheit lassen sich nicht so einfach abschütteln.
Heimkino-Filmkritik:
„Trainspotting“ nimmt direkt – unterstützt durch den treibenden Soundtrack von Iggy Pops „Lust for Life“ – Fahrt auf. Die Milieuschilderung um die jungen schottischen Männer, deren Leben von Drogenexzessen geprägt ist, ist fulminant inszeniert. Der Rausch, die Abhängigkeit, der Entzug, die Entzugserscheinungen, das Abdriften in die Kriminalität und die gelegentliche Hoffnung auf einen Neuanfang werden glaubwürdig geschildert und von den starken Darstellern getragen. Regisseur Danny Boyle tobt sich dabei mit unterschiedlichen Stilmitteln auf innovative Art und Weise aus, um die Wahrnehmung der Protagonisten einzufangen. „Trainspotting“ beschönigt den Drogenkonsum zu keiner Zeit, sondern zeigt die harte und dreckige Realität des Milieus. Aufgrund seiner Machart, seiner Erzählweise und seiner erinnerungswürdigen Charaktere avancierte „Trainspotting“ zu Recht zum Kultfilm.
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf dem 1993 erschienenen Roman „Trainspotting“ von Irvine Welsh. Das Drehbuch schrieb John Hodge, der den episodisch aufgebauten Roman für den Film deutlich verdichtete. Welsh selbst hat sogar einen kleinen Auftritt: Er spielt Mikey Forrester, von dem Renton und Sick Boy Opiumzäpfchen kaufen.
Obwohl die Geschichte in Edinburgh und insbesondere im Stadtteil Leith angesiedelt ist, entstanden große Teile des Films tatsächlich in Glasgow. Auch viele Innenaufnahmen wurden dort realisiert. Das lag unter anderem daran, dass sich geeignete Drehorte dort leichter und kostengünstiger nutzen ließen.
Für einen Film, der später international Kultstatus erreichte, war „Trainspotting“ eine vergleichsweise kleine britische Produktion. Das Budget lag bei knapp 4 Millionen US-Dollar. Weltweit spielte der Film mit über 71 Millionen US-Dollar ein Vielfaches davon ein.
Fortsetzung:
Mit „T2 Trainspotting“ kehrte Danny Boyle 2017 zu den Figuren zurück. Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller und Robert Carlyle übernahmen erneut ihre Rollen. Die lange Zeitspanne wurde dabei bewusst Teil der Geschichte: Die Figuren sind ebenso wie ihre Darsteller rund zwei Jahrzehnte älter geworden.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Ich hab’ zum Ja-Sagen Nein gesagt. Ich hab’ zu was anderem Ja gesagt. Und der Grund dafür? Es gibt keinen Grund dafür. Wer braucht Gründe, wenn er Heroin hat?“ (Mark Renton)
Auszeichnungen:
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Bewertung
Action: ★★☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ★★★☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ★★☆☆☆
Spannung: ★★★☆☆
Externe Wertung:
86,98 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
87,58 %
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