Heimkino-Filmkritik

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Bully – Diese Kids schockten Amerika

Bully


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Larry Clark

Besetzung: Brad Renfro (Marty Puccio), Bijou Phillips (Ali Willis), Rachel Miner (Lisa Connelly), Nick Stahl (Bobby Kent), Michael Pitt (Donny Semenec)

Produktion: Chris Hanley, Don Murphy, Fernando Sulichin, Peter Block, Jacky Lee Morgan, Robert Pfeffer, Guy Stodel

Drehbuch: Zachary Long, Roger Pullis, nach einer Vorlage von Jim Schutze

Filmmusik: –

Kamera: Steve Gainer

Schnitt: Andrew Hafitz

Story:

Die Freundschaft einer Gruppe Jugendlicher aus Florida ist zunehmend von Gewalt und Manipulation geprägt. Im Mittelpunkt steht Bobby Kent, dessen aggressives und dominantes Verhalten sein Umfeld immer stärker belastet. Besonders sein langjähriger Freund Marty fühlt sich von ihm schikaniert und unter Druck gesetzt. Als sich die Spannungen innerhalb der Gruppe weiter zuspitzen, entwickelt sich der Gedanke, sich von dem tyrannischen Einfluss zu befreien. Aus Frustration und Verzweiflung entsteht schließlich ein Plan, der in einer folgenschweren Gewalttat endet und das Leben aller Beteiligten nachhaltig verändert.


Heimkino-Filmkritik:

Larry Clark, Regisseur von „Kids“, zeichnet in „Bully“ erneut das Porträt einer jugendlichen Generation zwischen Coming-of-Age, Kriminalität, Drogenkonsum, Sexualität, Selbstfindung, Freundschaft und familiären Konflikten. Der Film entwickelt dabei einen wirkungsvollen Spannungsaufbau und zeigt Schritt für Schritt, wie sich innerhalb der Gruppe ein Mordkomplott formt und schließlich in die Tat umgesetzt wird. Auch das Nachspiel der Ereignisse und die Konsequenzen für die Beteiligten werden eindringlich dargestellt. Zwar erscheinen die jugendlichen Figuren in ihrem Verhalten mitunter naiv, wirken dadurch jedoch nicht weniger glaubhaft. Insgesamt entsteht ein düsteres, beklemmendes Jugenddrama, das seine Geschichte nüchtern und ohne Beschönigung erzählt.

Zusatzinfos:

Der Film beruht auf dem Roman „Bully: A True Story of High School Revenge“ von Jim Schutze. Darin wird ein realer Mordfall aus dem Jahr 1993 aufgearbeitet, der sich in Florida zugetragen hat.

Die Dreharbeiten fanden größtenteils an Originalschauplätzen in Florida statt, unter anderem in den Regionen um Hollywood und Fort Lauderdale, wo sich auch der reale Kriminalfall ereignete.

Einige der jungen Darsteller hatten zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nur wenig oder gar keine Schauspielerfahrung, was zur rohen und dokumentarisch wirkenden Atmosphäre des Films beitragen sollte.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

Auszeichnungen:

  • Nominierung für den Goldenen Löwen als „Bester Film“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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